Während der Jahre des Verbots begegnete Willy Bovet Robert Bobiller, einem klandestinen Destillateur, der seinen Weg entscheidend prägen sollte. Von ihm empfing Willy nicht nur ein Rezept, sondern die wesentlichen Handgriffe und das Urteilsvermögen, die für die diskrete Ausübung des Handwerks erforderlich waren.
Mit der Legalisierung 2005 erhielt Willy neben Francis Martin und Lucien Fornoni eine offizielle Lizenz, wobei jeder seinen eigenen Absinth destillierte und dennoch eine gemeinsame Bewilligung teilte. Nach einigen Jahren entschieden sich die Partner für die Unabhängigkeit, sodass jedes Haus seine eigene Identität entfalten konnte.
In dieser Zeit wurde Françoise, Willys Tochter, zunehmend in die Brennerei eingebunden. Nachdem sie die Arbeit jahrelang informell unterstützt hatte, widmete sie sich ihr schliesslich ganz. Sie erinnert sich an die Entdeckung kleiner Notizen und Skizzen, die ihr Vater hinterlassen hatte — stille Spuren eines mit Hingabe gelebten Handwerks.
Heute leitet Françoise die Brennerei, führt das ihr anvertraute Erbe fort und behauptet ihren Platz als Destillateurin innerhalb eines Stammbaums, der von Diskretion und Ausdauer gleichermassen geprägt ist.