Geschichte
m Jahr 2004 begannen lokale Behörden und Tourismusverantwortliche im Val-de-Travers darüber nachzudenken, wie ein Erbe zurückgewonnen werden könnte, das die Identität der Region seit langem geprägt hatte. Absinth, einst verboten und in den Untergrund gedrängt, blieb tief in der lokalen Erinnerung verwurzelt. Seine Wiederzulassung in der Schweiz im Jahr 2005 markierte sowohl einen legislativen Wandel als auch eine Gelegenheit zur Anerkennung.
Ein entscheidender Schritt kam 2007 mit dem Start des französisch-schweizerischen Projekts Route de l'Absinthe, das Noiraigue (CH) mit Pontarlier (FR) verband und nahezu 80 Partner vereinte. Die Initiative offenbarte ein fehlendes Element in der Region: einen starken kulturellen Ankerpunkt.
Im Jahr 2010 nahm die Idee Gestalt an, ein Gebäude dem Absinth zu widmen. Das ehemalige Bezirksgericht von Môtiers wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, und 2012 wurde die Stiftung des Maison de l'Absinthe gegründet, um die Vision zu verwirklichen.
Am 3. Juli 2014 eingeweiht, steht das Maison de l'Absinthe heute als institutionelle Anerkennung einer einst verurteilten Spirituose.