Môtiers (NE) · Val-de-Travers · Schweiz

Absintherie du père François

Destilliert in den historischen Gebäuden der ehemaligen Brennerei Sandoz in Môtiers, ist der «Père François» ein Brennmeister, der im Erbe der Spirituosen des Val-de-Travers verwurzelt ist. Die botanischen Zutaten stammen aus lokalem Anbau, und das Rezept beschwört den traditionellen «Bleue»-Stil herauf, der seit langem für seinen authentischen Charakter bekannt ist.

Unsere Geschichte

Die Distillerie du Père François wurde 2005 gegründet, genau in dem Moment, als Absinth in der Schweiz seinen legalen Status wiedererlangte. Für François Bezençon, Sammler, Historiker und hingebungsvoller Hüter der Absinth-Erinnerung, war dies nicht nur ein administrativer Meilenstein, sondern die Fortsetzung einer lang gehegten Leidenschaft.

Am 1. März 2005 führte er gemeinsam mit seinen Söhnen Claude und Patrick die erste autorisierte Destillation in der Schweiz seit 1910 durch — und die einzige an diesem Tag. Die Geste war gleichermassen technisch wie symbolisch und markierte die offizielle Rückkehr des Absinths ins Val-de-Travers nach nahezu einem Jahrhundert des Schweigens.

Nach Monaten sorgfältiger Versuche brachte das Haus seinen ersten Absinth über das familieneigene Getränkedepot auf den Markt, das selbst seit über drei Jahrzehnten aktiv war. Kurz darauf öffnete die Absintherie du Père François ihre Türen in Môtiers, in den historischen Mauern der ehemaligen Brennerei Sandoz: ein Ort, an dem Erneuerung und Tradition still zusammenfinden.

Unsere Geschichte

Savoir-faire

François nähert sich der Destillation mit derselben Strenge, die seine historische Forschung auszeichnet. Neun Jahre nach seinem ersten Rezept entwickelte er eine neue Interpretation, geprägt von aufmerksamem Zuhören und Verfeinerung — ein Zeugnis eines Handwerks, das sich weiterentwickelt, ohne seine Grundlagen aufzugeben.

Anfänglich von Yves Kübler mit botanischen Zutaten aus dem Val-de-Travers beliefert, entschied er sich später, die Beschaffung eigenständig zu überwachen, und wählte die Pflanzen mit besonderer Sorgfalt und Urteilsvermögen aus. Balance, Klarheit und aromatische Präzision bleiben zentral für jede Komposition.

Im Herzen der Brennerei ruht eine weitere Dimension des Hauses: François' persönliche Sammlung zur Geschichte des Absinths. Selten und akribisch zusammengestellt, bildet sie ein lebendiges Museum, das Besucher aus aller Welt angezogen hat und die Rolle des Hauses nicht nur als Produzent, sondern auch als Hüter der Erinnerung bekräftigt.

Savoir-faire

Die Destillerie

«Unsere erste ‹Cuite› (Brenndurchgang) fand am Tag der Legalisierung des Absinths statt, dem 1. März 2005. Wir haben das Originalrezept nicht verändert: Wir passen an, wenn nötig, aber die Idee ist, dem treu zu bleiben, was wir von Anfang an gemacht haben.»
— Absintherie du père François